Radfahren im Kulturland Teufelsmoor

Landschafts- und Kulturgenuss

Das Teufelsmoor lädt zu Kunst- und Kulturgenuss inmitten einer einzigartigen Naturlandschaft ein. Ein Museumsbesuch in Worpswede - „Weltdorf der Kunst“ - oder der Besuch eines klassischen Open-Air-Konzerts lässt sich mühelos verbinden mit einem Landschaftserlebnis, dessen Einzigartigkeit schon die „Alten Worpsweder Meister“ faszinierte und inspirierte. Die Weite der Niederungen an Hamme und Wümme ist nicht nur Kulisse, sondern ein Naturerlebnis für sich.

In den geschützten Teilgebieten des Teufelsmoores sind heute wieder viele bedrohte Tierarten heimisch geworden und in den wiedervernässten Bereichen kann das Moor wieder wachsen. Die Route „Vom Teufelsmoor zum Wattemeer“ führt die Radfahrer direkt durch dieses „Wunderland“. Hier und dort lässt sich das Moor nur zu Fuß erschließen, aber die kleinen Gehpausen - vielleicht in Begleitung eines Moorführers - lohnen sich.

Der Schrecken, den das öde Land mit schwankenden Böden, baumloser Weite, Irrlichtern und regelmäßigen, großflächigen Überschwemmungen einst hatte, macht heute der Faszination für Ursprünglichkeit Platz. Entlang der Strecke bieten Hofcafés und Landgasthöfe deftige, regionale Küche an. Wo einst Moorbauern schwere Arbeit verrichteten, berichten heute kleine Museen über Torfkultur. Torfkähne, die seinerzeit für ihren langen, beschwerlichen Weg nach Bremen beladen wurden, warten heute auf fröhliche Ausflugsgäste.

Karte

Kontakt

Gästeinformation für Worpswede und das Teufelsmoor
Bergstraße 13
27726 Worpswede
Tel. 0 47 92 - 93 58 20
Fax 0 47 92 - 93 58 23
www.kulturland-teufelsmoor.de
www.worpswede.de

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Torfkähne

Sie sind die urigen Imageträger der Region und heutzutage glücklicherweise wieder immer häufiger auf den Flüssen Hamme und Wümme zu sehen: die Torfkähne.

Die historischen schwarzen Kähne mit den braunen Segeln fahren auf Hamme und Wümme ab Ritterhude, Osterholz-Scharmbeck, Worpswede, Vollersode und Lilienthal. Informieren Sie sich über Abfahrten mit unserem Flyer an und gehen Sie mit „Jan von Moor“ an Bord!

Teufelsmoor

Das Moor ist eine gewachsene Landschaft, durch Jahrtausende hindurch aus dem Meeresboden gehoben dank des unermüdlichen Wachstums einer unscheinbaren Pflanze, des Torfmooses. Aus dem sandigen Grund, den das zurückweichende Meer hinterließ, hat es ein Hochmoor emporgewölbt, eine dicht bewachsene undurchdringliche Wildnis. Misstrauisch und neugierig stand der Mensch der Frühzeit dem Moor gegenüber, auf mühselig gebauten Knüppelwegen sucht er vorsichtig den Weg in das unwirtliche Land. Das unheimliche Moor wird zu einer Stätte des Todes, Menschen und Tiere werden hier als Opfer oder zur Sühne grausam erstickt. Doch trotz seiner schaurigen Vergangenheit bekam dieses Moor seinen Namen nicht vom Teufel, sondern lediglich vom niederdeutschen Wort für taub, unfruchtbar (duven). Und es bekam ihn erst, als längst begonnen wurde, die unwegsame Wildnis in ein Stück Kulturlandschaft zu verwandeln.

Sage um den Riesen Hüklüth

Einst unternahm der Riese Hüklüth gelegentliche Fußmärsche durch die Moorniederungen nördlich Bremens. Um in der sumpfigen Ebene nicht zu versinken, trug er Sand bei sich, den er dort verteilte, wohin er seine Schritte setzte. So entstanden die Sanderhebungen im Teufelsmoor, zu guter Letzt auch der Weyerberg.